Lena Kupke: Pause
Das literarische Debüt PAUSE von Lena Kupke weist sie als feine Beobachterin aus, die sehr gekonnt und variantenreich die Gefühle ihrer Figuren zum Ausdruck bringt. Ihr werdet euch und eure Lieben in ihrem Roman wiederfinden, werdet euch nicht mehr allein fühlen, während ihr gemeinsam mit Protagonistin Hanna durch tiefe Täler geht, in denen aber immer wieder helle Lichtblitze aufscheinen.
Hanna durchlebt eine sehr schmerzhafte Episode ihres Lebens. Sie ist Illustratorin, 36 Jahre alt, und lebt mit Freund Paul zusammen in Berlin. Es klingt hip und toll und ist gerade doch alles andere als das. Nach einem Zusammenbruch findet Hanna sich ungeplant in ihrem Elternhaus in Lüneburg wieder. Aus ein, zwei Tagen, die sie dort nur verbringen wollte, wird eine längere Zeit, in der Hanna versucht, eine tiefe Trauer zu verarbeiten, sich mit Paul (nicht nur darüber) auseinanderzusetzen und bei all dem ganz bei sich zu bleiben. Ob es Gespräche mit Nachbarin Helen, die gemeinsamen Essen mit ihren Eltern oder die Treffen mit ihrer Schwester sind, die Hanna am Ende eine erste Richtung weisen, müsst ihr selbst lesen. Es warten sehr schöne Überraschungen auf ihrem Weg auf Hanna - und auf euch! Während der Lektüre fühlt man sich wunderbar unterhalten, vor allem in den familiären Dialogen steckt so viel Komik, dass man oft mitlachen muss und sich auch ertappt fühlt in den eigenen Kommunikationsmustern. Es ist herrlich! Und nach dem Lesen fühlt man sich getröstet und geborgen. Ich wünsche euch eine wunderbare Lesepause mit diesem schönen, schönen Roman!
Julia Kortenjann