Axel Hacke: Wie fühlst du dich? Über unser Innenleben in Zeiten wie diesen

Fällt es euch und Ihnen auch manchmal schwer, sich in unserer Welt mit all ihren Ängsten und Unsicherheiten zu verorten? Im neuen Buch von Axel Hacke bekommt man gute Anregungen für einen möglichen Umgang mit den Krisen dieser Welt – und den persönlichen Krisen in uns und um uns herum. Axel Hacke erzählt sehr offen von den Tiefen in seinem Leben und was ihm geholfen hat, sich selbst zu begegnen.

Es geht in großen Teilen seines Buches um Ängste. Ängste, die wir nicht abschaffen, wohl aber unseren Umgang mit ihnen ändern können. Wir lesen, dass Ohnmacht eine Vorstufe der Angst ist und uns ein Gefühl der Handlungsunfähigkeit gibt. Populisten machen sich diese negativen Gefühle zunutze und schüren sie sogar noch, um mit vermeintlich schnellen Lösungen Wähler für sich zu gewinnen. Wir sollten uns aber weder politisch noch privat von Unruhe und Angst leiten lassen, sondern unsere Krisen im Großen wie im Kleinen als Chance zur Beantwortung einer der elementaren Fragen unseres Lebens begreifen: „Wie will ich leben?“, bzw. "Wie wollen wir leben?"

Dieses kleine Buch ist eine kluge und fundierte Auseinandersetzung damit, wie Gefühle unser Denken und Handeln bestimmen, wie wir sie erkennen und vernünftig für uns und andere nutzen. Hacke hat viel zum Thema gelesen und lässt uns teilhaben an seiner Lektüre von Soziologen, Psychiatern, Neurowissenschaftlern etc. Nach dem Lesen seines Buches gelingt es uns, auf das Gute im Leben zu blicken und mit weniger Angst, dafür aber mehr Verbundenheit miteinander und Verständnis füreinander den Herausforderungen unserer Welt zu begegnen. 

Julia Kortenjann